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Raketentechnik

Für einen guten Zweck
Spende Duisburger Tafel #ncaevent

Never Code Alone setzt sich mit allen seinen Projekten auch immer für soziale Projekte ein. So konnten durch die ersten drei Events für Webdeveloper des Duisburger Projekts bereits fast 2.000 Euro für gute Zwecke gespendet werden. Für ein neues wohltätiges Unterprojekt werden derzeit weitere Unterstützer aus der Community gesucht.

Nach dem sehr guten Start von Never Code Alone versucht Roland Golla, Initiator der Projekts, nun Software für soziale Projekte zu erstellen. Aus diesem Grund hat sich Golla jüngst mit dem Geschäftsführer der Duisburger Tafel Günter Spikofski getroffen, um die Abläufe der Tafel näher kennenzulernen und zu verstehen. Ziel ist es, im Team mit anderen Webentwicklern passende Software-Lösungen zur Optimierung der täglichen Arbeit inklusive der Planungsaufgaben zu entwickeln. Kostenlos, versteht sich. Die Duisburger Tafel wurde zuvor bereits mit Geldspenden in Höhe von insgesamt 500 Euro durch Never Code Alone unterstützt.

Die Tafel expandiert und Software kann helfen

Die Duisburger Tafel ist ein stetig wachsendes und sehr wichtiges soziales Projekt. Mittlerweile werden dort fast 5.000 Bedürftige an zwei Standorten von rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Bald kommen zwei weitere Standorte in Duisburg hinzu. Bislang gibt es praktisch keine Software-Lösungen zur Unterstützung bei den Aufgaben – stattdessen wird alles noch persönlich per Telefon geklärt. Angesichts der Größe des Projekts ist das schon sehr bemerkenswert und hat sich bisher auch als zuverlässig erwiesen. Es geht also vor allem darum, Software zu entwickeln, die bei akuten Problemen hilft – und keinesfalls darum, die bisherigen Prozesse abzulösen. Der Tafel soll konkret und schnell geholfen werden und keine Mehraufwände durch die Einführung komplexer Tools entstehen.

„Ohne Google Maps und Google Kalender wäre ich hier heute vielleicht gar nicht angekommen“, so Golla bei seinem Termin in der Duisburger Tafel augenzwinkernd. „Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, was hier passiert und wie zuverlässig und eingespielt diese analogen Prozesse laufen. Gute Software kann Arbeitsabläufe im Sinne aller Beteiligten verbessern. Kurzum, wir wollen mit unserer Software Menschen helfen, die Menschen helfen.“

Drei konkrete Projekte sind bereits angedacht

In einem längeren Gespräch haben Spikofski und Golla aktuelle Herausforderungen erörtert und abgebildet. Dabei konnte sich der Tafel-Geschäftsführer durchaus mit den kreativen Ideen des Senior Webdevelopers anfreunden und will diese nun intern kommunizieren. Zwar sind dies nur erste Ideen und Ansätze, doch bereits diese bilden mit Sicherheit eine gute Grundlage für weitere Gespräche in einer größeren Runde. Denn klar ist: Da die Projektkommunikation via Telefon ist alles in allem sehr störungsanfällig. Zumal die Mitarbeiter so immer erreichbar sein müssen und oftmals immer wieder die gleichen Informationen ausgetauscht werden müssen. In der Software-Entwicklung wäre hier ein Ticket-System die richtige Antwort auf diesen zeitraubenden Umstand. Darüber könnte man also langfristig in einer individuellen Form auch einmal nachdenken, so Gollas Vorschlag. Zunächst gibt es aus seiner Sicht jedoch noch mindestens drei wichtigere Baustellen, die mit weniger Aufwand bedient werden könnten. Diese sind:

EMMA – Übersetzungen immer gebraucht

Problem
In der täglichen Arbeit gibt es häufig sprachliche Barrieren, und teilweise findet sich keine gemeinsame Sprache wie z. B. Englisch. Dabei muss bei jedem Bedürftigen eine bestimmte Prozedur für die Erfassung durchgeführt werden. Erst wenn dies geschehen ist, können die betreffenden Personen an bestimmten Wochentagen die Leistungen der Tafel in Anspruch nehmen.
Lösung
Eine Software, in der Sätze gespeichert und einfach sortiert werden können. In Verbindung mit der Google Translator API werden die Sätze dann nach Sprachauswahl in der jeweiligen Sprache angezeigt und können sogar vorgelesen werden. Neue Sätze müssen sofort hinzugefügt werden können und direkt im Dialog verfügbar sein. So wäre eventuell sogar ein Dialog möglich.
EMMA auf GitHub
https://github.com/nevercodealone/emma

Virtueller Marktplatz

Problem
Es gibt große Anlieferungen, die logistisch nicht ohne Weiteres verarbeitet werden können. Beispiel: Zwei 40-Tonner mit Bohnen werden gemeldet, und die große Menge muss per passgenauer Planung bedarfsgerecht auf die Standorte verteilt werden. Damit ist ein hoher telefonischer Aufwand verbunden – auch weil die Telefone nicht immer besetzt sind. Generell macht die Telefon-Kommunikation den Hauptteil aller Arbeiten aus und wird als Lösung für jedes Problem genutzt. Hier kann Software Informationen besser Bündeln und zugänglich machen.
Lösung
Die Entwicklung eines „virtuellen Marktplatzes“, wo verfügbare Waren eingestellt werden können und einzelne Tafeln sich als Abnehmer (bzw. Selbstabholer oder Empfänger) eintragen können.
Projektanforderungen
Ein solch komplexes Projekt kann nur gemeinsam mit den Usern, also den Mitarbeitern der Tafel entwickelt werden. Einen Prototypen ins blaue zu produzieren wäre hier der falsche Weg. Der gesamte Arbeitsaufwand ist hier sehr hoch. Ideen zu dem Projekt sind natürlich immer willkommen.

Task Manager

Problem
Es gibt manchmal Wochenende Veranstaltungen auf denen Reste von einem Catering übrig bleiben und abgeholt werden könnten. Diese können aufgrund der Uhrzeit allerdings meist nicht von den Mitarbeitern der Tafel abgeholt werden. Solche Chancen werden von der Tafel also oftmals leider nicht genutzt, weil gerade freiwillige Helfer nicht an jedem Wochentag und zu jeder Uhrzeit „spontan“ einspringen können.
Lösung
Eine virtuelles schwarzes Brett in dem die Duisburger Bevölkerung um Mithilfe gebeten werden kann. Hier könnten sich alle Helfer registrieren und anfallende Aufgaben ganz einfach per Mausklick zu übernehmen.
Projektanforderung
Die Produktion eines Prototypes könnte hier mit weniger Kommunikationsaufwand durchgeführt werden, alledings muß hier eine User Verwaltung mit Social Media Logins und cleverer Benutzerführung auf Smartphones implementiert werden.

Software als Open Source Projekt

Gerade die Übersetzungssoftware dürfte in vielen Bereichen ein gewaltiges Potenzial entfalten – so etwa aktuell in der Arbeit mit Flüchtlingen aus Krisenregionen bei allen Behörden und Institutionen. Hier muss jede Hilfe schnell und punktgenau erfolgen, doch Sprachbarrieren stehen dem oftmals im Wege. Ein erster Prototyp ist unter dem Projektnamen “EMMA” bereits in der Produktion und soll zügig veröffentlicht und der Tafel vorgestellt werden. Informationen dazu werden u.a. auf Twitter veröffentlicht.

Generell wird jede Software, die Never Code Alone entwickelt, auf GitHub veröffentlicht. Dadurch ist es für jeden Entwickler möglich, die Projekte unmittelbar zu unterstützen und auch für eigene Ideen zu nutzen. Die Software kann in Zukunft natürlich auch von anderen Institutionen eingesetzt werden. Mandantenfähigkeit wird in den ersten Projektphasen nicht berücksichtigt.

Wer dabei mithelfen möchte, anderen zu helfen, kann sich gerne bei uns melden!

Roland Golla

Initiator von Never Code Alone, Geschäftsinhaber Rogoit, Blogger, Autor, Speaker, Dozent und Senior Webdeveloper rolandgolla.de

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